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8 Tipps zur Digitalisierung: Was Unternehmen tun sollten – und was nicht

June 21, 2019

 

Als Digitalisierungsprofi der ersten Stunde und seit über 25 Jahren mit vielen positiven, aber auch negativen Erfahrungen mit der Digitalisierung, habe ich hier speziell für Kleinunternehmen wichtige Dos und Don’ts zusammengestellt.

 

1. Wecken Sie Lust auf die Digitale Transformation

Erklären Sie die Digitale Transformation zur Chefsache und nehmen Sie eine Vorbildfunktion ein, indem Sie selber digitale Kanäle und Tools nutzen. Nehmen Sie die Angst vor der Digitalisierung. Sie ist und bleibt nur eine Unterstützung. Wecken Sie die Lust an der Digitalen Transformation auch bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leiten Sie einen Kulturwandel ein. Denn die Digitalisierung hat Einfluss auf die Prozesse, auf die Art der Zusammenarbeit und auf das Denken im Unternehmen. Je begeisterter die Mitarbeiter bei der Sache sind, desto erfolgreicher verläuft die Digitale Transformation.

 

2. Digitalisieren Sie nicht zum Selbstzweck

Rennen Sie nicht jedem Trend und jeder Technologie hinterher und realisieren Sie nur Digitalisierungsprojekte, die entweder Ihren Kunden, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Ihren Geschäftspartnern einen Nutzen bringen. Für Kunden kann dies zum Beispiel ein einfacherer Bestellprozess im Onlineshop sein, für Mitarbeitende ein verbesserter Informationsfluss über ein Communitytool und für die Geschäftspartner eine bessere Logistik dank eines automatisierten Prozesses im B2B-Portal. Klären Sie dazu bei den entsprechenden Zielgruppen ab, was sie wirklich benötigen – und was nicht. Und wie zufrieden sie mit bereits realisierten Digitalisierungsprojekten sind. Nicht vergessen: dies sollte kein einmaliger Prozess sein.

 

3. Verkaufen Sie stark erklärungsbedürftige Produkte nicht online

Überlegen Sie sich gut, welche Produkte oder Dienstleistungen Sie online verkaufen möchten – und welche nicht. Was Sie online anbieten, muss schnell verständlich sein - und vor allem für alle in Ihrer Zielgruppe. Komplexe Produkte generieren Fragen, die oft auch nicht mit FAQ abzudecken sind - vor allem, wenn man viel Geld ausgeben soll für ein Produkt oder eine Dienstleistung, ergeben sich diverse Fragen beim Kunden. Die Regel ist einfach: Simple, einfach verständliche und kostengünstige Produkte bieten Sie auf dem Onlineweg an; komplexe, erklärungsbedürftige und auch teurere Produkte verkaufen Sie sicher besser via physischen Kontakt. Dies soll aber nicht heissen, dass es nicht auch Ausnahmen gibt (z.B. bei Bestandskunden, bekannten Produkten usw.).

 

4. Nutzen Sie das Know-how Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Nutzen Sie für Ihre digitalen Projekte das Know-how Ihrer eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Vertriebsmitarbeiter kennt die Bedürfnisse Ihrer Kunden seit vielen Jahren? Laden Sie ihn ein, Teil des Digitalisierungs-Projekts zu werden. Ihr Lagermitarbeiter verfasst in der Freizeit einen Reiseblog? Umso besser: Fragen Sie ihn nach Inputs für Ihre Website. Sein Wissen kann wertvoller sein als das Know-how eines branchenfremden externen Beraters.

 

5. Machen Sie aus einem guten Verkäufer einen guten Berater

Da Ihre Kunden heute Produkte und Preise übers Netz selbstständig vergleichen können, sind sie oft besser informiert als die Vertriebsmitarbeitenden oder Produktmanager. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich weniger als gute Verkäufer, sondern vielmehr als gute Berater verstehen. Denn kein Tool kann eine ganzheitliche Beratung ersetzen. Ein guter Berater versteht es, die Bedürfnisse des Kunden herauszufinden und ihm schliesslich das Produkt anzubieten, das er benötigt, und nicht jenes, das der Verkäufer verkaufen will. Auf diese Weise schafft das Unternehmen Vertrauen.

 

6. Investieren Sie nicht in das falsche Tool

Viele Digital-Dienstleister, Agenturen und Softwareentwickler versprechen viel. Probieren Sie einfach mal Dinge aus, indem Sie ein Pilotprojekt lancieren. Arbeiten Sie dabei nur mit Partnern zusammen, die bereit sind, Ihr Unternehmen kennenzulernen und auch gewisse Vorinvestitionen zu leisten. Nutzen Sie auch kostenlose Tools, die heute auf dem Markt sind. Denn Digitalisierung muss nicht teuer sein. Indem Sie Dinge ausprobieren, verhindern Sie, dass Sie viel Geld ins falsche Projekt stecken.

 

7. Glauben Sie nicht den Erfolg - überprüfen Sie ihn

Vor allem beim Digitalen Marketing wird viel versprochen, investiert und wenig gehalten. regelmässig bekommen Sie aussagekräftige Reports die Ihnen in ansprechendem Design den Erfolg der Marketingaktion durch die Agentur widerspiegeln. Bereits beim Pitch werden Beispiele genannt, wie Firmen durch virale Social-Media Posts zum Mega-Erfolg kamen oder wie hervorragend man in Google gefunden wird, wenn man nur in Keywords investiert. Sie können alle Möglichkeiten des Digitalen Marketings gern ausschöpfen und arbeiten, mit wem sie möchten, aber bitte analysieren Sie regelmässig den Erfolg anhand der Reports und fragen Sie sich, "rentiert sich das überhaupt". Idealerweise kommen Sie final zu Königsdisziplin im Digitalen Marketing und machen anhand "Marketing Attribution Modelling" die Investments dort, wo sie am meisten bringen.

 

8. Passen Sie Ihre Prozesse an

Eines der grössten Fehler ist die Einführung eines innovativen Tools - aber die Prozesse bleiben die alten.

 

"Ein schlechter Prozess digitalisiert ist immer noch ein schlechter Prozess"

 

In der Regel ist es ratsam, zunächst die Prozesse im Hinblick auf Digitalisierung zuerst zu optimieren und dann zu schauen, wo ein Tool Hilfestellung bieten kann. Es gilt das Credo bei der Prozessoptimierung: Weniger ist mehr - zunächst schauen, was es alles nicht (mehr) braucht. Als Anekdote: es gibt immer noch Firmen in der Schweiz, die sich eine teure Scan- und Archivierungs-Software zugelegt haben, um Belege zu scannen - aber den elektronischen Rechnungseingang ausdrucken, um die Rechnung zu stempeln, zu unterzeichnen und mit dem wunderbaren Archivsystem wieder einzuscannen...

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