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Tipp für Ihr Social Marketing: Nicht nerven!

October 11, 2017

Tipp für Ihr Social Marketing: Nicht nerven!

 

Die meisten Schweizer Firmen nutzen inzwischen Social Media für die Kunden-Kommunikation und das Marketing. Doch die Möglichkeiten und Plattformen ändern sich schneller als für viele Firmen gut ist. Social Media hat das Verhalten der Internetnutzer geändert und die Auswirkung auf Kaufverhalten und Kaufentscheidungen ändern sich laufend. Dies erfordert auch eine ständige Anpassung des Marketings und überfordert manche Firmen.

 

Über Facebook, Twitter, Instagramm und Co. zu kommunizieren ist mittlerweile Standard bei vielen Firmen und deren Kunden. Über 70 Prozent der weltweiten Internetnutzer sind nicht nur morgens als erstes sondern mehrmals täglich auf Sozialen Netzwerken unterwegs. Dies hat eine Auswirkung auf die Web-Präsenz von Firmen und deren Online-Auftritte. Nicht nur, dass die Kommunikation teilweise je Plattform unterschiedlich betrieben werden muss, auch gibt es nun keine Einbahnstrasse mehr. Der Kunde kann antworten und Kommentare abgeben und setzt sich gezielter mit der Firma, deren Services und Produkten auseinander. Gemäss einer Publikation von Bitkom hat fast jedes zweite Unternehmen im Netz schon Gegenwind bekommen.

 

Social Media, ja - aber wie und wo?

 

Die Frage, ob sich eine Firma mit seinen Kunden über Soziale Medien austauschen soll, stellt sich nicht mehr - die Frage ist eher wie und wo? Facebook verzeichnet mehr als 40 Millionen aktive Business-Sites kleiner und mittelständischer Unternehmen. Ständig kommen neue hinzu - obwohl Facebook nicht mehr "the-place-to-be" der für viele attraktiven jungen Zielgruppe ist. Im Thema Social Marketing wird aber Facebook bis auf weiteres die Dominanz behalten.

 

Konkurrenz für Facebook

 

Doch wenn Sie die hart umworbene junge Zielgruppe erreichen wollen, müssen Sie auf andere Netzwerke setzen. Instagramm beispielsweise ist noch relativ jung aber inzwischen die Nr. 2 im Social Marketing und hat bereits mehr Nutzer als Twitter. Sie ist laut einer US-Studie bereits die beliebteste Plattform der weiblichen Social-Media Nutzer in den USA, wenn es darum geht, sich mit Markeninhalten zu beschäftigen.

 

Warum ist Snapchat für Unternehmen interessant?

 

Noch jünger ist Snapchat, was in den letzten drei Jahren regelrecht explodiert ist und die Nr. 1 bei Teenagern und Twens zwischen 16 und 24 ist. Grosse Brands wie Coca Cola aber auch National Geographic nutzen Snapchat aktiv - legendär ist die Snapchat Kampagne von Audi beim Superbowl 2014.

 

Snapchat - Es lebe der Moment!

 

Neben wichtigen Funktionen bei Snapchat wie "Discover" oder Geo-Filter sollten Unternehmen grundsätzlich auch die positiven Aspekte der Selbst-Löschung betrachten. Zunächst können sie sich des Interesses des Empfängers für das Thema oder die Marke sicher sein, denn der Empfänger muss dem Unternehmen aktiv folgen. Zudem erreichen die Botschaften den Empfänger sehr wahrscheinlich bei voller Aufmerksamkeit, denn dieser weiß genau, dass die Nachricht im nächsten Moment verschwunden sein wird.

 

Wer guckt noch Youtube?

 

Grosser Verlierer im Social Media Wettstreit ist Youtube. Vor allem, seit die anderen Plattformen Videofunktionen eingeführt haben. Allerdings bevorzugen immer noch 65 Prozent der Führungskräfte und Marketing-Chefs Video-Werbung über Youtube (Source: Trusted-Media-Brands-Studie). Doch sollte beachtet werden, dass sich gerade die jüngere Zielgruppe immer weniger auf Youtube aufhält, ausser sie folgen ihren Youtube-Stars - aber schon garnicht, um sich mit Marken und deren Werbefilmen zu beschäftigen.

 

Rentiert Social Marketing?

 

Social Media Plattformen haben eines gemeinsam: eine riesige Reichweite. Sie für Marketingzwecke zu nutzen ist absolut sinnvoll für Unternehmen. Allerdings verändert sich der Content, seine Darstellung und die Nutzung teilweise rasend. Weg vom nutzergenerierten Inhalt hin zu Inhalten von Firmen und Agenturen. Bezahlte Inhalte und Anschaffung von Software zur Analyse von Social Media Kampagnen sind die Norm geworden. Das Tempo der Veränderungen auf Social Media ist für viele Marketingabteilungen grösserer Unternehmen aber vor allem kleinerer Firmen mit weniger Budget und fehlenden Social-Media-Experten eine grosse Herausforderung. Schnell ist viel Budget verblasen für Mitarbeiter, die sich nur damit beschäftigen, für aufwändige Posts, die keinerlei Conversion generieren oder sogar sich negativ auf den Brand auswirken. Ein Vorteil für Social Marketing neben der Reichweite bleibt: der Erfolg kann genau gemessen werden und ist monetär spürbar.

 

Nicht nerven!

 

Hauptproblem der meisten Firmen ist, dass der User nach wie vor das unbekannte Wesen ist. Wer sitzt da eigentlich vor dem Bildschirm und schaut sich meine Websieten an, kauft meine Produkte oder shared meine Tweets? Der in den 90er Jahren so beliebte "Know-your-client"-Ansatz aus der offline Welt gilt für viele nicht oder ist noch nicht greifbar - damit bleibt das Problem, wem gebe ich welche Message um was zu erreichen? Gemäss einer Sprout Social Analyse, was Social Media Nutzer am meisten nervt, ist unangefochten die Nummer 1: Marken, die mit zu vielen Promoaktionen protzen oder in Selbstdarstellung zergehen. Schlimmer sind aber noch Promoaktionen, die nicht relevant für die Zielgruppe sind. Oder - zum Abschluss des Artikels mal ganz locker gesehen - die nervigsten Stereotypen auf Social Media von The Oatmeal (how to suck at Facebook).

 

 

Fazit

Social Media ist ein grosser Vorteil für Firmen für ein effizientes Marketing, untersteht aber einem ständigem Wandel, den man mitgehen sollte. Der oftmalige Ansatz, als Firma die Timeline und Postfächer der Nutzer mit uninteressanten Nachrichten und Bildern zu überschwemmen, nur um "sichtbar" zu bleiben, vergrault die Kunden eher als dass man sie damit begeistert. Wenn man seine SoMe Kunden kennt, weiss man auch, was sie von einem erwarten und kann das Marketing darauf abstimmen. Auch Inhalt, Tonfall und Sprache einer Firma sind entscheidend, um glaubwürdig zu bleiben. Und genau hier beginnt die Schwierigkeit der Marketing und Social Media Abteilungen. Denn relevante Posts, Bilder und Tweets für die unterschiedlichen Interessen und Beweggründe der Follower abzusetzen, die zudem einen Mehrwert für den User genieren, ist Schwerstarbeit und braucht auch viel Erfahrung. Ein erster Schritt könnte eine einfache Frage zu Ihrem nächsten Post sein: Welchen Mehrwert/Nutzen hat dies für meinen Follower und wie wichtig ist es für ihn?

 

Fragen zu Social Marketing? Wir helfen Ihnen gerne weiter DIGIRATIS - Schweizer Netzwerk der Digitalen Elite

 

Quellennachweis: Statista, Bitkom, Lingner.com, Outdoor Markt 05/2017, Audi Vimeo

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